12. Juli 2013 admin

Die weltwirtschaftliche Bedeutung von Kaffee

Als zweitwertvollstes Handelsprodukt nach dem ebenfalls als “schwarzes Gold” bezeichnetem Erdöl, prägt der Kaffeeanbau und -handel die globale Wirtschaft in hohem Maße. Viele sogenannte Entwicklungsländer schöpfen ihre Wirtschaftskraft hauptsächlich aus dem Kaffeeanbau. Einige Länder, wie Osttimor, bieten Kaffee als nahezu einziges Exportgut an.

Verglichen mit den weltweiten Umsätzen für Handelsgüter liegt Kaffee mit 22 Milliarden Euro an der 10 Stelle der Rangliste der global am meist gehandelten Güter. Vor ihm liegen laut aktuellen Studien im Bereich der globalen Wirtschaft:

- Erdgas,
– Kupfer,
– Gold,
– Weizen,
– Baumwolle,
– Fleisch,
– Milch und 
– Leder.

Der Erdgasumsatz ist dabei mit etwa 200 Milliarden US Dollar fast um ein Zehnfaches höher als der weltweite Kaffeeumsatz.

Informatives rund um die Kaffee-Ernte

Für die Erzielung eines möglichst hohen Verkaufsgewinns erfolgt die Kaffee Ernte in den meisten Anbaugebieten zweimal im Jahr. In den Monaten von Juli bis Dezember (nördlich des Äquators) bzw. von April bis August (südlich des Äquators) wird sie innerhalb von 10 bis 12 Wochen durchgeführt. Die lange Erntezeit kommt aufgrund der unterschiedlichen Reifegrad, der am Kaffeestrauch befindlichen Früchte zustande. Die verschiedenen Reifegrade der Kaffeekirschen führen auch dazu, dass die Ernte oft in mühevoller Handarbeit erfolgen muss. Bei maschinellen Erntevorgängen, auch Strip-Ernte genannt, erfolgt eine spätere Aussortierung unreifer Kaffeefrüchte.

Der durchschnittliche Ertrag des Rohkaffees liegt weltweit bei etwa 680 Kilogramm pro Hektar. Moderne Plantagen erwirtschaften sogar 4200 Kilogramm pro Hektar.

Kaffee Wirtschaft und Verbrauch

Der größte Absatzmarkt für Kaffee ist derzeit die USA. Jährlich über 1,2 Tonnen werden in der US-amerikanischen Wirtschaft verkauft. Einen besonders hohen Verkaufsgewinn pro Kopf ist mit dem Kaffee auf der Welt in der finnischen Wirtschaft zu erzielen. Etwa 3,6 Tassen je Tag und Person (8,5 Kilogramm pro Jahr) werden in dem skandinavischen Land getrunken. In Deutschland liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei etwa 4,9 Kilogramm pro Jahr.

Kaffee auf der Welt: die Produktionsländer

Zu den größten Kaffeeproduzenten gehören momentan:

- Brasilien (über 2 Millionen Tonnen jährlich),
– Vietnam,
– Kolumbien und 
– Indonesien.

Insgesamt werden pro Jahr über 7 Millionen Tonnen Kaffee geerntet und verkauft. Hauptsächlich gelangt der sogenannte Arabica oder Robusta Kaffee in den Welthandel.

Die weltweiten Handelsformen für Kaffee  

Mit etwa 100 US-Cent pro Pfund befindet sich der Kaffee Preis auf dem Weltmarkt derzeit auf einem mittleren Umsatz- und Verkaufsgewinn Niveau. In vielen Ländern liegt der Vertrieb von Kaffee in den Händen weniger Haupthändler, die oftmals den größten Anteil am Verkaufsgewinn erhalten.

Die Verkaufsgewinn Entwicklung von Kaffee auf der Welt zeigte in den letzten Jahrzehnten intensive Schwankungen. So lag er 1986 bei etwa 14 Milliarden US Dollar. Das Krisenjahr 2001/2002 brachte einen jährlichen Verkaufsgewinn von gerade einmal 4,9 Milliarden US Dollar. Der Verkaufsgewinn wird dabei zwar von derzeit 25 Millionen Menschen erwirtschaftet. Doch nur wenige profitieren aufgrund schlechter Arbeits- und Lohnbedingungen in den Kaffeeanbau Gebieten von den vergleichsweise hohen Erlösen. Dieser Umstand konnte jedoch durch fair gehandelten Kaffee (Fairtrade) deutlich verringert werden.

Die Kaffee Wirtschaft in Deutschland

Auch in Deutschland zeigt sich die Händlerstruktur als sogenanntes Oligopol. Das bedeutet, dass nur wenige Kaffeeanbieter existieren. Zu ihnen zählen unter anderem Aldi und Tchibo, die sich über 80 Prozent des deutschen Kaffeemarktes teilen. Die Röstung des Kaffees erfolgt dabei in Deutschland, überwiegend im norddeutschen Raum.

Der Verkaufspreis des Kaffees für den Endverbraucher setzt sich in Deutschland aus folgenden Faktoren zusammen:

- Anbieterlöhne,
– Bezüge der Plantagenbesitzer,
– Händler und Röster,
– Einzelhandel,
– Verwaltungskosten, wie Fracht, Zoll und Steuer.

Letzteres bestimmt mit über 44 Prozent den Verkaufspreis am stärksten. Die Bezüge der Plantagenbesitzer liegen im Durchschnitt bei etwa 10 Prozent.

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