3. Februar 2014 admin

Einmal aufbrühen bitte – Wie der Filterkaffee neu erfunden wird

Wer sich an die Zubereitung eines köstlichen Frühstücks längst vergangener Tage erinnert, dem wird das Aufbrühen des duftenden Kaffees immer in Erinnerung bleiben. Unvergesslich auch die Utensilien, die für diese fast schon ‘heilige Handlung’ benötigt wurden. Eine Kaffeekanne, ein weißer Filtertrichter, das berühmte Filterpapier und ganz wichtig, hochwertiger Kaffee. Von Vollautomaten und hightech Ungetümen wurde der anspruchsvolle Genießer dieses ‘kultigen’ Kaffee-Erlebnisses noch verschont. Als sich die röchelnden und gurgelnden Vollautomaten aber dann doch nach und nach in die Büros, Küchen und Kantinen drängten, war es mit dem ‘kultigen’ Kaffee aufbrühen vorbei. Erst jetzt, Jahrzehnte später erlebt der Filterkaffee eine nie dagewesene Renaissance, als sei er neu erfunden.

Eine Delikatesse bleibt eine Delikatesse

Ein von Hand aufgebrühter Filter Kaffee zum Beispiel hat so einen ‘Spurenhinterlassungscharakter’. Auch wenn sein Image über Jahre hinweg verstaubt war. Delikatessen lassen sich wiederholen, neu erfunden sind sie dadurch aber nicht. Sie sind viel mehr, als das. Seit der Erfindung der Filtertüte haben sich die Methoden Kaffee zu filtern entscheidend verbessert. Auch in englischer Sprachversion verheißt der sogenannte ‘freshly brewed coffee’ ein Geschmackserlebnis der besonderen Art.

Der lange Weg zurück zum wahren Genuss

Auf der Getränke-Beliebtheitsskala der Deutschen liegt Kaffee eindeutig vor Bier. Bei genauer Betrachtung ist das auch nicht weiter verwunderlich.

“Mögen Sie einen Kaffee?” Es scheint so, als sei diese Frage im Beruf oder auch Privat die meistgestellte. Ob zu einem gemütlichen Plausch am Nachmittag, oder zu einer Besprechung im Büro. Die berühmte Tasse Kaffee ist aus unserem Kulturbereich ganz einfach nicht mehr wegzudenken. Aber auch sie musste die Höhen und Tiefen einer Erfolgesgeschichte durchleben. Das von vielen Menschen so heißgeliebte dunkelbraune, ja fast bis ins schwarz gehende Getränk erlebt gerade unter Kaffeekennern die sogenannte ‘Dritte Welle’.

Nach dem gemahlenen und handlich vakuumverpackten Kaffee im Ziegelsteinformat, die für jeden erschwinglich und in allen Supermärkten als DIE Erfindung angepriesen wurde, kam die Zeit der Kaffeemaschinen und trendig aussehenden Vollautomaten. Filter-Maschinen produzierten ein Gebräu, das über Stunden warmgehalten kaum noch genießbar war. Nahtlos an diese doch eher ‘unrühmliche’ Zeit für Kaffeeliebhaber zauberten moderne Alleskönner vorprogrammierten ‘Kaffeegenuss’ wie cremigen Cappuccino, Latte Macchiato oder Espresso aus ihren unzähligen verchromten Rohren. Ihr Siegeszug ging durch alle Hotels und Kaffeebars dieser Welt.

Was jetzt in der dritten Welle geschieht, kann man gut und gerne mit dem Begriff ‘back to the roots’ beschreiben. Zurück zum Aufbrühen aromatischer Röstungen und Sorten. Mit Filter und Kaffeekanne. Der Reiz, Kaffee wieder handgemacht aufbrühen zu sehen, wie aus dem Filter tröpfchenweise herrlicher Kaffeegenuss fließt, lässt die Vollautomaten und Portionsmaschinen alt aussehen.

Das Schwärmen, das man eher von Whiskey-, Wein- und Kräuterfans her kennt, macht den modernen Kaffeeliebhaber aus. Für ihn ist Kaffee eben nicht gleich Kaffee. Aufbrühen mit Filter ist wieder angesagt. Und das steht weit über allen Künsten von Vollautomaten. Um den wahren Kaffeegenuss zu erzielen gibt es wiederentdeckte, aber auch neue Filtermethoden. Vom empfohlenen mittleren Mahlgrad der Bohnen bis hin zum kreisförmigen Eingießen des Wassers, welches auf keinen Fall kochen darf. Aufbrühen mit Filter ist in jedem Fall zeitintensiver als die Schnellgetränke aus Vollautomaten.

“brewed coffee” – Filterkaffee zeitgemäß schmackhaft gemacht

Oft braucht ein Produkt dessen Popularität sinkt, nur einen anderen Namen und schon zündet es wieder und scheint neu erfunden. Dieser Kaffee, der durch den Filter kommt und durchs Aufbrühen eine ganz besondere Note erhält, macht als aromatischer Filterkaffee in den verschiedensten Zubereitungsformen, auch in Deutschland wieder von sich reden.

Take a break

and contact us!