8. Oktober 2015 Hannah Gross

Kaffee-Topmythen Teil 2

Um den Kaffee wurden im Laufe der Zeit zahlreiche Mythen gesponnen. Kaffee ist angeblich nichts für Kinder, er  hindert beim Einschlafen, man sollte ihn nicht vor dem Sport trinken – das Getränk hat mit vielen Vorurteilen zu kämpfen.  Doch was ist dran an diesen Geschichten? Einige dieser Mythen haben wir schon im ersten Teil aufgeklärt. Jetzt klären wir vier weitere auf.

 

Mythos 1: Kaffee ist nichts für Kinder

Kinder, selbst Kleinkinder ab 3 Jahren, können physiologisch Koffein genauso gut abbauen, wie Erwachsene. Aber da Kinder einen kleineren Körper und ein geringeres Blutvolumen haben, sollten sie weniger Koffein zu sich nehmen, nämlich ca. 45 mg pro Tag, das ist ungefähr eine kleine Tasse Kaffee (125 ml) oder eine Dose Cola (330 ml).

Auch der Mythos, dass Kaffee Hyperaktivität begünstigt, ist nicht nachgewiesen. Lediglich bei empfindlichen Kindern kann bei zu viel Koffein vorübergehend Reizbarkeit, Unaufmerksamkeit und Unruhe entstehen.

 

Mythos 2: Koffein – nicht vor dem Sport

Auch dieser Mythos ist nur halb wahr.  Menschen mit Herzerkrankungen oder Risikogruppen für Herzerkrankungen sollten besser keinen Kaffee vor dem Sport trinken, da dies möglicherweise zur  Verengung der Herzkranzgefäße führen kann. Allgemein sollte man auf keinen Fall mehr als zwei Tassen vor dem Sport trinken, denn zu viel Kaffee verringert den Rücktranssport des Blutes zum Herzen.  Das Koffein vor dem Sport hat aber auch viele Vorteile. Es werden Puls und Blutdruck erhöht und die Freisetzung von Fettsäure und Glucose wird gefördert, so können die Muskeln deutlich besser mit Energie und Sauerstoff versorgt werden. Außerdem beugt Kaffee Muskelschmerzen vor und fördert die Regeneration der Muskeln.

 

Mythos 3: Espresso hat den höchsten Koffeingehalt

Dieser Mythos wäre richtig, wenn man eine Kaffeetasse voll Espresso trinken würde, aber das macht ja niemand. Ein normaler Espresso enthält ca. 50-60 mg Koffein, eine große Tasse Filterkaffe ca. 80- 120 mg Koffein.  Zum Vergleich: Eine Tafel Zartbitter Schokolade enthält bis zu 80 mg Koffein

 

Mythos 4: Kaffee vor dem Einschlafen – Keine gute Idee

Klar, zu viel Kaffee vor dem zu Bett gehen hindert beim Einschlafen. Allerdings kann bei manchen Menschen, das kommt auf die Gene an, eine Tasse Kaffee direkt vor dem zu Bett gehen beim Einschlafen helfen. Das Koffein im Kaffee sorgt für eine bessere Durchblutung des Gehirns – dies kann wiederum einer der Gründe für Schlafstörungen sein. Wichtig ist auch, dass man den Kaffee direkt vor dem zu Bett gehen trinkt, da die belebende Wirkung des Kaffees schon nach 15 bis 20 Minuten einsetzt.

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