14. Oktober 2015 Hannah Gross

Kopi Luwak – der teuerste Kaffee der Welt

Kopi Luwak – eines der exklusivsten und teuersten Getränke der Welt mit einer ungewöhnlichen Herstellungsweise. Sogar das englische Königshaus trinkt ihn, da muss er ja schon etwas Besonderes sein.

Der Kopi Luwak, auch Katzenkaffee genannt, kostet mindestens 300 € pro Kilo – ein stolzer Preis, wie wir finden. Das liegt daran, dass  im Jahr nur ca. 200 kg  des braunen Goldes aus Indonesien von den Luwaks, den sogenannten Schleichkatzen  „produziert“ werden. Durch politische Unruhen in Sulvesi, der Ursprungsregion des Kaffees, noch etwas weniger. Sein Name setzt sich zusammen aus dem indonesischen Wort für Kaffee „Kopi“ und dem Namen seines Produzenten „Luwak“.

Die nachtaktiven Schleichkatzen sehen im ersten Augenblick aus wie normale Hauskatzen unterscheiden sich allerdings von ihnen durch ihren langgestreckten Körper, ihre kurzen Beine und ihr längliches Gesicht.

Die Luwaks fressen die Kaffeekirschen und verdauen das Fruchtfleisch. Den Kern, also die Kaffeebohne, scheiden sie wieder aus. Diese Kaffeebohnen werden aufgesammelt, gesäubert und geröstet.

Der Kopi Luwak schmeckt leicht nach Karamell, süßlich, etwas erdig und modrig und besonders mild. Das kommt daher, dass durch die sogenannte nasse Fermentation im Magen der Tiere die Eiweißstoffe, die für den bitteren Geschmack des Kaffees verantwortlich sind,  gespalten werden. Manche sagen, man schmecke die Töne des Dschungels.

Beim Kauf des Katzenkaffees sollte man auf jeden Fall auf die Echtheit des Kaffees achten, denn 50% der als Kopi Luwak angebotenen Kaffeebohnen sind ganz gewöhnliche Bohnen. Echter Kopi Luwak wird ausschließlich in Indonesien hergestellt und man sollte sich über den diesjährigen Ernteertrag informieren, denn wenn der Ernte dieses Jahr gering ausgefallen ist, ist es sehr unwahrscheinlich einen besonders günstigen Preis zu bezahlen. Etwas Wartezeit sollte man auch einplanen: Bei einigen Kaffeehändlern umfassen die Wartelisten hunderte Namen für ein halbes Pfund.

Doch einige Kaffeebauern wollen ihren Profit noch mehr erhöhen, sperren die Schleichkatzen in enge Käfige und füttern ihnen ausschließlich Kaffeekirschen. Das hat zur Folge, dass die Allesfresser mit Mangelerscheinungen wie Haarausfall zu kämpfen haben und letztendlich auch daran verenden.

Fazit: Ob dieser Kaffee nun wirklich viel besser schmeckt, als andere edel Kaffeesorten, wie zum Beispiel Jamaica Blue Mountain, muss jeder selbst entscheiden. Vielleicht ist ja auch die Prahlerei, eines der exklusivsten Getränke der Welt getrunken zu haben, fast wichtiger als der Kaffee selbst.

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