Kaffeetrends

Der gute, alte Kaffee, schwarz oder mit etwas Milch und Zucker. Was sind jetzt  plötzlich Cold Brewed Kaffee, Bulletproof Kaffee und Coffeetea?  Auch der Kaffee entwickelt sich weiter und es entstehen neue Trends. Wir möchten hier einmal einige davon vorstellen.

Cold Brewed Kaffee

Cold Brewed Kaffee ein ideales Getränk für den Sommer, denn der Kaffee wird kalt zubereitet. Der Kaffee wird mit einer speziellen Kaffeemaschine, auch Cold Dripper genannt, Tropfen für Tropfen mehrere Stunden lang extrahiert. Das Ergebnis enthält bis zu 70% weniger Säure und Bitterstoffe.

Cold Brewed Kaffee selbst herstellen

Um den Cold Brewed Kaffee herzustellen mischt man kaltes Wasser mit dem Kaffeepulver. Für einen Liter Wasser nimmt man 200g Kaffeepulver, deckt alles mit Frischhaltefolie ab und lässt es über zwölf Stunden bei Raumtemperatur stehen. Zunächst filtert man das Gemisch durch ein feines Sieb und dann, wie bei gewöhnlichem Filterkaffee, durch Filterpapier. Das Kaffeekonzentrat kann anschließend – je nach Geschmack – mit Eiswürfeln, Wasser oder Eis verdünnt werden.

Ice Brewed Kaffee

Der Ice Brewed Kaffee wird wie der Cold Brewed Kaffee kalt getrunken. Er wird zwar wie normaler Filterkaffee mit heißem Wasser gefiltert, aber das Gefäß muss mit Eiswürfeln befüllt werden, so dass sich der Kaffee sofort abkühlt und sich nicht so viele Bitterstoffe und insbesondere kein bitterer Nachgeschmack bilden können.

Bulletproof Kaffee

Bulletproof Kaffee ist eine Tasse Filterkaffee, oder besser noch ein doppelter Espresso, in dem ein Löffel Butter und ein Löffel Kokosöl vermischt werden. Anschließend wird das Ganze  schaumig geschlagen. Angeblich soll der Bulletproof Kaffee zu mehr Energie verhelfen, einigen Erfahrungsberichten zufolge „übermenschlichen Fokus und Kraft verleihen“ und extrem lange sättigen.  Der Erfinder des Bulletproof Kaffees behauptet, er sei auf die Idee, Butter und Kaffee zu mischen, in Tibet beim Bergsteigen gekommen, da ihm dort Tee mit Butter angeboten wurde. Gerüchten zufolge soll der Bulletproof Kaffee zudem beim Abnehmen helfen. Ernährungswissenschaftler raten denjenigen Personen, die den Bulletproof Kaffee ausprobieren möchten, die Mischung zunächst mit weniger Butter zuzubereiten, da der Körper es nicht gewohnt ist seine Energie aus Fett zu gewinnen.

Cascara – auch Coffeetea genannt

Cascara: Nicht Kaffee und nicht Tee. Cascara ist im Grunde genommen Tee, der aus den Kaffeekirschen, also dem Fruchtfleisch um die Kaffeebohne, aufgegossen wird. Je nach Sorte schmeckt er nach Honig und Orange. Ein Wachmacher ist dieser Kaffeetee sowieso: Er enthält            6-8-mal so viel Koffein wie Kaffee. Das liegt daran, dass die Kaffeepflanze das Koffein als  Insektenschutz verwendet und dementsprechend das Fruchtfleisch mehr Koffein enthält.

Kopi Luwak – der teuerste Kaffee der Welt

Kopi Luwak – eines der exklusivsten und teuersten Getränke der Welt mit einer ungewöhnlichen Herstellungsweise. Sogar das englische Königshaus trinkt ihn, da muss er ja schon etwas Besonderes sein.

Der Kopi Luwak, auch Katzenkaffee genannt, kostet mindestens 300 € pro Kilo – ein stolzer Preis, wie wir finden. Das liegt daran, dass  im Jahr nur ca. 200 kg  des braunen Goldes aus Indonesien von den Luwaks, den sogenannten Schleichkatzen  „produziert“ werden. Durch politische Unruhen in Sulvesi, der Ursprungsregion des Kaffees, noch etwas weniger. Sein Name setzt sich zusammen aus dem indonesischen Wort für Kaffee „Kopi“ und dem Namen seines Produzenten „Luwak“.

Die nachtaktiven Schleichkatzen sehen im ersten Augenblick aus wie normale Hauskatzen unterscheiden sich allerdings von ihnen durch ihren langgestreckten Körper, ihre kurzen Beine und ihr längliches Gesicht.

Die Luwaks fressen die Kaffeekirschen und verdauen das Fruchtfleisch. Den Kern, also die Kaffeebohne, scheiden sie wieder aus. Diese Kaffeebohnen werden aufgesammelt, gesäubert und geröstet.

Der Kopi Luwak schmeckt leicht nach Karamell, süßlich, etwas erdig und modrig und besonders mild. Das kommt daher, dass durch die sogenannte nasse Fermentation im Magen der Tiere die Eiweißstoffe, die für den bitteren Geschmack des Kaffees verantwortlich sind,  gespalten werden. Manche sagen, man schmecke die Töne des Dschungels.

Beim Kauf des Katzenkaffees sollte man auf jeden Fall auf die Echtheit des Kaffees achten, denn 50% der als Kopi Luwak angebotenen Kaffeebohnen sind ganz gewöhnliche Bohnen. Echter Kopi Luwak wird ausschließlich in Indonesien hergestellt und man sollte sich über den diesjährigen Ernteertrag informieren, denn wenn der Ernte dieses Jahr gering ausgefallen ist, ist es sehr unwahrscheinlich einen besonders günstigen Preis zu bezahlen. Etwas Wartezeit sollte man auch einplanen: Bei einigen Kaffeehändlern umfassen die Wartelisten hunderte Namen für ein halbes Pfund.

Doch einige Kaffeebauern wollen ihren Profit noch mehr erhöhen, sperren die Schleichkatzen in enge Käfige und füttern ihnen ausschließlich Kaffeekirschen. Das hat zur Folge, dass die Allesfresser mit Mangelerscheinungen wie Haarausfall zu kämpfen haben und letztendlich auch daran verenden.

Fazit: Ob dieser Kaffee nun wirklich viel besser schmeckt, als andere edel Kaffeesorten, wie zum Beispiel Jamaica Blue Mountain, muss jeder selbst entscheiden. Vielleicht ist ja auch die Prahlerei, eines der exklusivsten Getränke der Welt getrunken zu haben, fast wichtiger als der Kaffee selbst.

Kaffee-Topmythen Teil 2

Um den Kaffee wurden im Laufe der Zeit zahlreiche Mythen gesponnen. Kaffee ist angeblich nichts für Kinder, er  hindert beim Einschlafen, man sollte ihn nicht vor dem Sport trinken – das Getränk hat mit vielen Vorurteilen zu kämpfen.  Doch was ist dran an diesen Geschichten? Einige dieser Mythen haben wir schon im ersten Teil aufgeklärt. Jetzt klären wir vier weitere auf.

 

Mythos 1: Kaffee ist nichts für Kinder

Kinder, selbst Kleinkinder ab 3 Jahren, können physiologisch Koffein genauso gut abbauen, wie Erwachsene. Aber da Kinder einen kleineren Körper und ein geringeres Blutvolumen haben, sollten sie weniger Koffein zu sich nehmen, nämlich ca. 45 mg pro Tag, das ist ungefähr eine kleine Tasse Kaffee (125 ml) oder eine Dose Cola (330 ml).

Auch der Mythos, dass Kaffee Hyperaktivität begünstigt, ist nicht nachgewiesen. Lediglich bei empfindlichen Kindern kann bei zu viel Koffein vorübergehend Reizbarkeit, Unaufmerksamkeit und Unruhe entstehen.

 

Mythos 2: Koffein – nicht vor dem Sport

Auch dieser Mythos ist nur halb wahr.  Menschen mit Herzerkrankungen oder Risikogruppen für Herzerkrankungen sollten besser keinen Kaffee vor dem Sport trinken, da dies möglicherweise zur  Verengung der Herzkranzgefäße führen kann. Allgemein sollte man auf keinen Fall mehr als zwei Tassen vor dem Sport trinken, denn zu viel Kaffee verringert den Rücktranssport des Blutes zum Herzen.  Das Koffein vor dem Sport hat aber auch viele Vorteile. Es werden Puls und Blutdruck erhöht und die Freisetzung von Fettsäure und Glucose wird gefördert, so können die Muskeln deutlich besser mit Energie und Sauerstoff versorgt werden. Außerdem beugt Kaffee Muskelschmerzen vor und fördert die Regeneration der Muskeln.

 

Mythos 3: Espresso hat den höchsten Koffeingehalt

Dieser Mythos wäre richtig, wenn man eine Kaffeetasse voll Espresso trinken würde, aber das macht ja niemand. Ein normaler Espresso enthält ca. 50-60 mg Koffein, eine große Tasse Filterkaffe ca. 80- 120 mg Koffein.  Zum Vergleich: Eine Tafel Zartbitter Schokolade enthält bis zu 80 mg Koffein

 

Mythos 4: Kaffee vor dem Einschlafen – Keine gute Idee

Klar, zu viel Kaffee vor dem zu Bett gehen hindert beim Einschlafen. Allerdings kann bei manchen Menschen, das kommt auf die Gene an, eine Tasse Kaffee direkt vor dem zu Bett gehen beim Einschlafen helfen. Das Koffein im Kaffee sorgt für eine bessere Durchblutung des Gehirns – dies kann wiederum einer der Gründe für Schlafstörungen sein. Wichtig ist auch, dass man den Kaffee direkt vor dem zu Bett gehen trinkt, da die belebende Wirkung des Kaffees schon nach 15 bis 20 Minuten einsetzt.

Kaffee und Kunst

Kaffee, Volksgetränk Nummer  eins. Doch es lässt sich mit Kaffee bestimmt noch anderes machen, außer ihn einfach nur zu trinken. Man kann zum Beispiel damit malen. Mit Kaffee malen? Oh ja, das geht – und ökologisch nachhaltig ist es noch dazu. Denn der Kaffeesatz wird recycelt und es muss zum Beispiel keine neue Acrylfarbe gekauft werden.

Die Kaffeemalerei ist ursprünglich im 17. Jahrhundert in Paris entstanden, als die ersten Kaffeehäuser aufkamen. Einige arme Pariser Straßenkünstler fingen an, mit den Abfällen, vor allem mit dem Kaffeesatz, zu experimentieren, da sie sich die teuren Pigmentfarben nicht leisten konnten. Deshalb wurde diese Kunstform auch „die Kunst der Armen“ genannt. Der Kaffeesatz wurde gesammelt, getrocknet und in Kugelmühlen zu Pigmenten gemahlen. Diese Kunst verschwand allerdings nach ca. 40 Jahren wieder.

Manche Künstler malen heute immer noch mit Kaffeesatz, wie damals die Straßenkünstler in Paris.   Die meisten Künstler jedoch benutzen heutzutage Instantkaffee, der mit relativ wenig Wasser gemischt wird. Je mehr Wasser, desto heller die Farbe.  Es lassen sich unterschiedliche Effekte erzielen, in dem zum Beispiel das Papier vor dem Malen angefeuchtet wird.

Außerdem muss zum Malen keine Acrylfarbe gekauft werden, sondern man kann den Kaffeesatz verwenden, der ja sowieso übrig bleibt und  muss diesen nicht wegwerfen.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt, der nur dem Künstler vorbehalten ist, ist  der Duft, der sich beim Malen im ganzen Raum ausbreitet.

Kaffee mit Karamell, Kokos und Sahne – immer mehr junge Großstädter entdecken den Kaffee für sich ( dank Starbucks und Co)

Das Kaffee-Trinken hat sich aus der plüschigen Welt der Kaffee-Tanten und vom Dauergetränk des Büroalltags emanzipiert. Neue Trinkgewohnheiten, neue Aromen und moderne Technik haben dem zweitwichtigsten Getränk der Deutschen unerwartete Perspektiven eröffnet. Vor allem junge Menschen haben den Kaffee (wieder-) entdeckt und ihn zum Teil des urbanen öffentlichen Lebens werden lassen. Doch die Trends sind widersprüchlich.

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Einmal aufbrühen bitte – Wie der Filterkaffee neu erfunden wird

Wer sich an die Zubereitung eines köstlichen Frühstücks längst vergangener Tage erinnert, dem wird das Aufbrühen des duftenden Kaffees immer in Erinnerung bleiben. Unvergesslich auch die Utensilien, die für diese fast schon ‘heilige Handlung’ benötigt wurden. Eine Kaffeekanne, ein weißer Filtertrichter, das berühmte Filterpapier und ganz wichtig, hochwertiger Kaffee. Von Vollautomaten und hightech Ungetümen wurde der anspruchsvolle Genießer dieses ‘kultigen’ Kaffee-Erlebnisses noch verschont. Als sich die röchelnden und gurgelnden Vollautomaten aber dann doch nach und nach in die Büros, Küchen und Kantinen drängten, war es mit dem ‘kultigen’ Kaffee aufbrühen vorbei. Erst jetzt, Jahrzehnte später erlebt der Filterkaffee eine nie dagewesene Renaissance, als sei er neu erfunden.

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Der „Shower Shock“ für alle Morgenmuffel – Kaffeeseife statt des üblichen Latte Macchiatos am morgen

Wem das bloße Trinken von Kaffee zu langweilig geworden ist, kann sich jetzt sogar damit einseifen. Aus dem Land, in dem nichts unmöglich scheint, gibt es jetzt den Wach-Kick als Kaffeeseife des Produzenten „ThinkGeek“.

Hilfe naht für alle, die morgens keine Zeit haben zu duschen und in Ruhe Ihren Kaffee zu trinken. „Genug von müffelnden Arbeitskollegen, die zu viel schlafen ? Schenke Ihnen Shower Shock“ ist der Slogan des US – amerikanischen Herstellers. Diese Seife riecht überraschenderweise aber nicht nach Kaffee, sondern nach Zitrone und Pfefferminz.

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Die verschiedenen Röststufen des Kaffees

Der Kaffee ist der Deutschen liebstes und das mit am häufigsten konsumierte Getränk. Ungefähr achthundert Aromen in der einzelnen Kaffeebohne, die nach der Röstung entstehen, wirken anregend und vitalisierend. Auf die Psyche hat dieses köstliche Heißgetränk eine aufmunternde und die Stimmung hebende Wirkung. Der Kreislauf wird darüber hinaus angeregt und die Durchblutung gefördert.

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Kaffeebrauchtümer

Kaffee und dazugehörigerige Rituale. Klar, Kaffee gehörter für viele Menschen fest zum Alltag dazu. Dennoch oder gerade deshalb haben sich in vielen Kulturen regelrechte Brauchtümer um den Kaffee- und Teegenuss entwickelt. Im heutigen Blogbeitrag nehmen wir die Rituale unter die Lupe und fragen uns: wann wird eigentlich wo Kaffee getrunken?

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Die Topmythen von Kaffee

Um den Kaffee, das Volksgetränk Nummer eins, wurden im Laufe der Zeit zahlreiche Mythen gesponnen. Schlecht fürs Herz, dehydrierend, süchtig machend, krebserregend – das Getränk hatte und hat mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Was ist dran an diesen Geschichten? Sind sie wahr oder ist das Heißgetränk doch besser als sein Ruf?

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